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AUS KREISHANDWERKERSCHAFT UND INNUNGEN




       Das lokale Handwerk stärken


       Unterstützung für Betriebe vor Ort:


       Die Tischler-Innung Remscheid ruft zum


       Zusammenhalt in der Corona-Krise auf




                                                              sei es für Reparaturen, einbruchhemmende Fenster, einen Schrank für zu­
                                                              sätzlichen Stauraum oder größere Projekte wie die neue Küche.


                                                              „Unsere Mitgliedsbetriebe werden von uns als Innung und von unserem
                                                              Fachverband ständig mit den neusten Informationen zu Hygiene­ und Ab­
                                                              standsregeln versorgt. Die Betriebe haben ihre Abläufe an die aktuelle Si­
                                                              tuation angepasst und können so sehr gut weiterarbeiten“, berichtet der
                                                              Obermeister.

                                                              Tischler gestalten Lebensräume
                                                              Tischler gestalten die Räume ihrer Kunden persönlich – vom einzelnen
             Für ein funktionierendes Handwerk ist es gerade
                                                              Möbel über den Fußboden und die Treppe bis zum kompletten Innenaus­
             jetzt wichtig, Umbauprojekte und Reparaturen
             nicht auf die lange Bank zu schieben.            bau: Flurmöbel, Badmöbel, Bücherregale, Massivholzesstische und Mul­
             Bild: Tischler NRW                               timedia­Wohnzimmerschränke gehören genauso zu ihrem Repertoire wie
                                                              komplette Küchen oder Dachschrägenschränke. Tischler nehmen sich für
       Die Corona­Krise ist eine riesige Herausforderung für die gesamte Gesell­  jeden einzelnen Kunden Zeit – denn die Beratung, aus der die individuelle
       schaft auf unterschiedlichen Ebenen – gesundheitlich, sozial und auch  Planung erwächst, ist die Basis ihrer Arbeit. Auf die ausführliche Beratung
       wirtschaftlich. „Umso wichtiger ist es, dass wir zusammenhalten, um mög­  und Planung folgt die effiziente Fertigung mithilfe traditioneller Hand­
       lichst gut durch die Krise zu kommen“, sagt Martin Stracke, Obermeister  werkstechniken, aber auch mit modernen und häufig computergesteu­
       der Tischler­Innung Remscheid. „Besonders für viele kleine Unternehmen  erten Maschinen. Auch für Fenster, Haustüren und Innentüren sind
       geht es trotz staatlicher Unterstützung jetzt um die Existenz.“  Tischler die richtigen Ansprechpartner. Dazu gehört, dass sie sich auch mit
                                                              dem Einbruchschutz auskennen: Tischler wissen, welche Sicherheitsmaß­
       Initiativen wie beispielsweise #supportyourlocal haben Aktionen gestar­  nahmen an Fenstern und Türen besonders wirkungsvoll sind, um Langfin­
       tet, um Unternehmen durch die derzeitige Krisensituation zu helfen.  ger sicher vom eigenen Heim fern zu halten.
       „Dabei geht es vor allem um Geschäfte und Restaurants, die definitiv auch
       Unterstützung in dieser schwierigen Zeit benötigen“, sagt Martin Stracke.
       „Was dabei manchmal leider etwas übersehen wird, ist das Handwerk vor
       Ort. Das gilt für uns Tischler genauso wie für andere Gewerke.“

       Arbeitsabläufe an die aktuelle Situation angepasst
       Momentan, so der Obermeister, hätten die meisten Tischlereien noch
       ganz gut damit zu tun, vorhandene Aufträge abzuarbeiten. „Wir merken
       aber, dass derzeit viele gewerbliche und private Auftraggeber sehr zöger­
       lich sind, geplante Projekte erst einmal auf Eis legen oder Aufträge stor­
       nieren“, berichtet Martin Stracke. „Für das Tischlerhandwerk bedeutet
       das, dass wir den Kriseneffekt erst mit einer Zeitverzögerung von einigen
       Monaten spüren werden.“ Für ein Handwerk, das auch nach der Krise lei­
       stungsfähig sein soll, sei es wichtig, gerade jetzt Aufträge zu vergeben –




       10 I Das bergische HandWERK 03I20
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